Insgesamt bleiben wir fast drei Tage in Berlin und lassen unsere Reise gemütlich ausklingen. Wir ruhen uns vorwiegend auf dem Campingplatz aus und fahren pro Tag einige Stunde in die Stadt - lassen den Poli aber stehen und lösen uns eine Tageskarte.  Ganz nach Touristenart buchen wir eine Stadtrundfahrt im Doppeldeckerbus. Eigentlich wollten wir vom Hop on/Hop Off Angebot Gebrauch machen, doch der Reiseleiter, ein älterer Herr in weissem Leinenanzug mit Panamahut, gestaltet die Sightseeingtour so unterhaltsam, voll von Wortwitz und Wissenswertem, dass wir einfach sitzen bleiben und die Fahrt geniessen, bis nach ca. 1 1/2 Stunden der Ausgangspunkt Alexanderplatz wieder erreicht ist.

Nach kurzer Stärkung in einem Restaurant beim Hackeschen Markt suchen wir nach einem geeigneten Fotospot für den bevorstehenden Sonnenuntergang.

Oberbaumbrücke

Mit der UBahn machen wir uns auf den Weg zur Oberbaumbrücke, die die Stadteile Freidrichshain und Kreuberg über die Spree hinweg verbindet und zugleich deren Wahrzeichen ist.

Die von 1864 bis 1896 gebaute Brücke diente auf zwei Ebenen sowohl dem Bahn- als auch dem Straßenverkehr.
Zu DDR Zeiten war die Brücke ein streng gesicherter Grenzübergang, der nur von wenigen Fußgängern mit gültigem Visum passiert werden durfte.
Nach der Wiedervereinigung wurde ein internationaler Architekurwettbewerb zur Wiederinstansetzung der baufälligen Brücke ausgelobt, den kein Geringerer als der spanische Stararchitekt Calatrava für sich entschied. 1995 entwarf er das mittlere Stahlviadukt für die UBahn.
 
Wir genießen die Abenstimmung an der Spree und fotografieren ausgiebig.
Nach Einbruch der Dunkelheit schlendern wir durch das belebte und energiegeladene Friedrichshain bis zum U-Bahnhof Warschauer Straße und lauschen zahlreichen Strassenmusikern.

 

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Schloss Bellevue

Tags darauf machen wir uns wieder mit der UBahn auf zum Alexanderplatz, von dort nehmen wir die Buslinie 100 in Richtung Tiergarten. Diese Buslinie ist übrigens eine gute und kostengünstige Alternative zu den etablierten Stadtrundfahrten, man sitzt ebenfalls im Doppeldeckerbus und fährt an den wichtigsten Sehenswürdigkeiten vorbei.

 
Beim Schloss Bellevue steigen wir aus und werden zufällig Zeugen eines kleinen Staatsempfangs. Der jemenitische Botschafter wird zur "Entgegennahme seines Belaubigungsschreibens" unter viel militärischem Tamtam empfangen.

 

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Haus der Kulturen

Weiter geht es zur ehemaligen Kongresshalle, einem architektonisch interessanten Bau aus dem Jahre 1957, der im Volksmund frei nach Berliner Schnauze auch "schwangere Auster" genannt wird. Heute beherbergt er das Haus der Kulturen der Welt, ein Zentrum für den internationalen Kulturaustausch.

 

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Reichstag

Obligatorisch ist natürlich ein Spaziergang entlang der Spree durch das Regierungsviertel inkl. Kanzleramt, Schweizer Botschaft und Reichstag. Auf eine Besichtigung des Reichtstages verzichten wir jedoch gerne, angesichts der endlosen Schlangen von Schulklassen vor dem Gebäude.

 

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Checkpoint Charlie

Vom Checkpoint Charlie, dem bekanntesten ehemaligen Grenzübergang durch die Berliner Mauer, sind wir eher enttäuscht. Der geschichtsträchtige Ort ist von Touristen überlaufen, jegliches historische Flair geht unter zwischen den zahllosen Souvenirständen, Pommesbuden und Schauspielern im Soldatenkostüm, die gegen Geld für Fotos posieren. Einzig sehenswert sind das das Mauermuseum und das Mauer-Panorama des Künstlers Asisi, die die bedrückende Vergangenheit dokumentieren.

Tempodrom

Das nächste Gebäude auf unserer Liste ist das Tempodrom, eine 2001 eröffnete architektonisch einzigartige Konzerthalle in der Nähe des Potsdamer Platzes. Das Dach des futuristisch anmutenden Gebäudes erinnert an ein Zirkuszelt. Die Konstruktion des Daches aus zwölf Walzenstahllagern soll die große akustische Last an den Sockelbau weiterleiten. Wie gut die Akustik ist, stellen wir selbst fest: Bei unserem Besuch finden gerade Proben für ein Rockkonzert statt, das gesamte Gebäude scheint zu vibrieren.

Zum Abschluss des Tages begeben wir uns zum nahe gelegenen Potsdamer Platz. Müde und von schmerzenden Füßen geplagt, verzichten wir aber auf weitere Fotos und lassen den Abend gemütlich in einem Café ausklingen.

 

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Fotogalerie

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Karte

Tag 28/29: Haus der Kulturen
Tag 28/29: Schloss Bellevue
Tag 28/29: Reichstag
Tag 28/29: Tempodrom
Tag 28/29: Oberbaumbrücke
Tag 28/29: Checkpoint Charlie

Infobox

 

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